Autorenportrait der Wirtschaftsdelegierten:
Johannesburg – Johannes Brunner

Johannes Brunner ist für die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA in Südafrika im Einsatz.

1. Was ist das Besondere an dem Land, in dem Sie gerade sind?

Südafrika ist Österreichs wichtigster Wirtschaftspartner am afrikanischen Kontinent. Für viele ist es auch das Tor zu den rasch wachsenden Märkten in Sub-Sahara Afrika. Neben der Wirtschaft punktet Südafrika vor allem mit der atemberaubenden Schönheit der Natur und mit der Freundlichkeit der Menschen. Die „Rainbow Nation“ ist geprägt durch eine Vielzahl von Bevölkerungsgruppen und Kulturen. Südafrika ist aber auch ein Land der Gegensätze. Der Unterschied zwischen arm und reich ist auch mehr als 20 Jahre nach dem Ende der Apartheid stark spürbar. Die Entschärfung dieser Gegensätze ist die größte Herausforderung für die Zukunft des Landes.

Brunner Südafrika

 

2. Was sind die Herausforderungen im Leben eines Wirtschaftsdelegierten?

Beruflich: die richtigen Kontakte knüpfen, Informationsvorsprung gewinnen und beides zum Nutzen unserer Kunden – der österreichischen Wirtschaft – optimal einzusetzen.

Privat: an jedem Einsatzort für die Familie ein Umfeld zu schaffen, dass es auch dem Partner und den Kindern ermöglicht ihre Lebensziele zu erreichen.

3.Was zeichnet einen guten Wirtschaftsdelegierten aus?

Unternehmerisches Denken, Interkulturelle Kompetenz, Service-Orientierung

 

4. Was gefällt Ihnen am besten am Dasein als Wirtschaftsdelegierter?

Leben mit der Veränderung. Jeder neue Einsatzort ist eine neue Herausforderung. Neue Märkte, Kulturen, Sprachen und Lebensbedingungen erfordern Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Gleichzeitig bringt jeder Einsatzort wertvolle Eindrücke und Erfahrungen. Unsere Kinder wachsen als wahre „Weltbürger“ in einem internationalen Umfeld auf und finden sich in einem Township in Südafrika ebenso zurecht, wie in den österreichischen Bergen. Umsonst kommen diese Erfahrungen allerdingst nicht, an jedem Ort müssen sie sich erst einmal zurechtfinden und neue Freunde gewinnen. Das gilt auch für uns Erwachsene.

5. Wie gestaltet sich Ihr Arbeitsalltag?

Abwechslungsreich. Das AußenwirtschaftsCenter Johannesburg betreut neben Südafrika 15 weitere Märkte u.a. Angola, Botswana, Mauritius, Mosambik, Namibia und Sambia im südlichen Afrika. Langeweile kommt dabei keine auf. Am Vormittag helfen wir bei der Zollabfertigung eines Containers in Luanda, nachmittags suchen wir nach Spezialisten für die Reparatur einer Turbine, die am Transportweg vom Hafen ins Hinterland mehrmals mit Brücken kollidierte. Die Anfragen sind so vielfältig wie die Länder des Betreuungsbereiches. Geduld und gute Nerven sind dabei von großem Wert.

6. In welchen Ländern waren Sie schon und wo war es am spannendsten?

Meine bisherige Laufbahn führte über Spanien, Kanada, Malaysia jeweils als stellvertretender Wirtschaftsdelegierter zurück nach Wien, wo ich von 2001 – 2003 als Regionalmanager für Süd- und Südostasien tätig war. 2003 ging es für 7 Jahre als Wirtschaftsdelegierter nach Finnland und ins Baltikum. 2010 kehrten wir nach Wien zurück, und ich war in der Außenwirtschaft Austria für den Bereich Corporate Communication verantwortlich. Seit August 2012 leben wir in Südafrika. Spannend war es überall, in Johannesburg genießen wir aber gerade auch jene Momente, in denen es nicht so spannend zugeht.

2 comments

  1. Guten Tag Herr Brunner,
    in der Zeitschrift corporAID bin ich auf Ihren Namen gestossen. Sie sind Wirtschaftsdeligierter für Südafrika und haben angeführt, dass rund 50 Österr. Firmen dort tätig sind.
    Ich habe einen Weinhandel mit Weinen, MCC’s ausschlie0ßlich aus Südafrika.
    Dazu meine Frage. Können Sie mir die Namen und Adressen, ev. Ansprechpartner dieser Firmen in südafrika nernnen?
    Ich denke, dass die eine oder andere Firma sicher für Repräsentationen und Kundenbetreuung Interesse hätte,
    seine Gäste mit Südafrikanischen Weinen zu verwöhnen. Ich importiere direkt vom Weingut. Auf meiner Website im Menüpunkt sind die Weingüter angeführt. Über Wunsch kann ich Ihnen gerne auch einige Fleyer nach SA schicken.
    Gerne höre ich von Ihnen
    Beste Grüße Paul Seeberg – capewine.at

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