Eröffnung der ersten H&M Shops in Südafrika löst nicht nur in der Modewelt Aufregung aus

Was man beim Markteintritt in Südafrika beachten sollte

Ende 2015 war es soweit. H & M eröffnete die ersten Geschäfte in Südafrika. Zuerst an Kapstadts Victoria & Alfred Waterfront. Kurz danach im eleganten Einkaufszentrum Sandton City in Johannesburg. Alles war vorbereitet. Die neuen Shops funkelten. Sektgläser standen für die geladenen Gäste bereit. Bilder von attraktiven Fashion Models zierten nicht nur die Geschäfte sondern ganze Straßenzüge.

Hey Johannesburg get ready to shop 2

Doch die feierliche Stimmung fand ein schnelles Ende. Eine Kapstädterin bemängelte die Absenz schwarzer Models auf den Plakaten. Sie forderte H & M via Twitter auf, sich mit der Werbung doch an alle Bevölkerungsgruppen zu richten. Dieser Hinweis ist nicht unberechtigt. Laut einer Studie der Stellenbosch University hält die wachsende schwarze Mittelschicht schon seit Jahren den 1. Rang in Südafrika. Die University of Cape Town schätzt diese kaufkräftige Konsumentenschicht auf mehr als 4 Millionen.

Die Reaktion von H & M ließ nicht lange auf sich warten. In einem 4-teiligen Tweet versuchte das Unternehmen seinen Standpunkt zu erklären. Unglücklicherweise ging bereits die zweite der vier Nachrichten nach hinten los:

2nd tweet

Noch bevor die restlichen beiden Tweets online waren, stellten Twitter User schon die Frage, ob denn schwarze Models kein ‚positive feeling‘ vermitteln könnten. Es dauerte nicht lange bis der Hashtag #BoycottHMRacists unter den Twitter Trends zu finden war. Ein Missgeschick aus dem man nur lernen kann.

Fazit: Lokalen Kontext verstehen

Wollen Sie Ihr Unternehmen erfolgreich in Südafrika etablieren? Ein Schritt zum Erfolg ist das richtige Marketing. Kennen Sie die potentiellen Kunden? In Südafrika ist das keineswegs eine homogene Gruppe und befindet sich zudem in stetigem Wandel.

Nicht umsonst wird Südafrika auch die Rainbow Nation genannt. Der Name ist voller Bedeutung und sehr präsent in Südafrika. Er ist symbolisch für die Post-Apartheid Zeit, in der das Land nicht mehr von Rassentrennung geprägt ist. Er verkörpert Multikulturalismus und die Gemeinschaft und Einheit aller Südafrikaner, gleich welcher Hautfarbe.

Eine globale Marketingstrategie kann daher in Südafrika leicht scheitern. Diese und viele weitere nützliche Tipps finden Sie im Länderreport Südafrika. Gerne beraten wir Sie auch persönlich im AussenwirtschaftsCenter Johannesburg.

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