Schifoan….

… kann man auch in China!

ADVANTAGE AUSTRIA Ski Race in China - „Competence, Competition & Charity“

Spätestens seit Peking im Juli 2015 den Zuschlag als Austragungsort für die 24. Olympischen Winterspiele 2022 erhalten hat, ist weltweit bekannt, dass man im Norden Chinas auch Schifahren kann. Unsere Kollegen im AußenwirtschaftsCenter Peking waren diesem Trend aber schon früher auf der Spur; bereits seit 2009 bringen wir österreichische Firmen aus dem Wintersport-Infrastrukturbereich zur ISPO/ALPITEC China, der wichtigsten Wintersportfachmesse in Asien. 2010 wurde dann auch das ADVANTAGE AUSTRIA Ski Race ins Leben gerufen. Ich selbst konnte heuer im Februar nicht dabei sein, aber mein Kollege Michael Tancsits, Wirtschaftsdelegierter Stellvertreter in unserem Büro in Peking hat sich unter die Rennläufer gemischt. Er hat mir diesen Bericht geschickt.

 

China ist sicherlich nicht das erste Land, das man auf Anhieb mit Skifahren assoziiert. Dennoch hat sich hier in den letzten Jahren ein regelrechter Wintersportboom entwickelt. Und Österreich ist als „die Skination Nummer 1“ natürlich vorne dabei.

Deshalb haben wir am AußenwirtschaftsCenter Peking am 26. und 27.2.2016 zum 7. Mal das ADVANTAGE AUSTRIA Ski Race im Skigebiet Genting in Zhangjiakou, der Region wo 2022 auch die Olympischen Winterspiele ausgetragen werden, organisiert. Ich bin mittlerweile seit sieben Monaten als stellvertretender Wirtschaftsdelegierter in Peking eingesetzt und so war es für mich zwar nicht das erste von uns organisierte Großevent, dafür aber ein umso spannenderes.

Aber wieso ein österreichisches Skirennen in China? Die chinesische Bevölkerung verdient immer besser und hat mehr Zeit als früher um Freizeitaktivitäten nachzugehen. Dabei wurde das Skifahren in den letzten Jahren als neue Lifestylesportart immer beliebter. Inzwischen gibt es über 500 Skigebiete in China – natürlich von unterschiedlicher Qualität – Tendenz steigend. Spätestens seit dem Zuschlag für die Austragung der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking, Yanqing und Zhangjiakou ist der Boom in der Branche perfekt. Die Regierung hat den Plan ausgegeben bis zu den Spielen 300 Million Chinesen an den Wintersport heranzuführen. Auch wenn diese Zahl in meinen Augen mit Vorsicht zu genießen ist – es zeigt, dass der chinesische Staat Interesse daran hat den Sport zu fördern.

Mit dem ADVANTAGE AUSTRIA Ski Race verfolgen wir dabei die Idee, den chinesischen Wintersportlern zu zeigen was Wintersport in Österreich und mit Österreichern bedeutet. In Genting, das in der Olympiaaustragungsregion Zhangjiakou liegt, können unsere Gäste dabei aus erster Hand österreichisches Wintersport Know-how erleben: Von der Seilbahn, über die Zugangssysteme bis hin zu den Schneekanonenösterreichische Technik soweit das Auge reicht. Das Rennen wird von einem österreichischen staatlichen Skilehrer gesteckt und beim Hüttenabend werden die bekannten Kitzbühler Gämse als Trophäen für die schnellsten Läufer vergeben. Wenn wir also schon nicht alle Gäste nach Österreich zum Skifahren bringen können, wollen wir so viel „Skination Österreich“ wie möglich auf die chinesischen Pisten bringen.

Aber den 100 „Racern“ geht es vor allem darum eine möglichst gute Zeit zu fahren. Dabei überrascht mich eines sofort: Das Starterfeld ist zu einem großen Teil chinesisch. Und wer denkt, dass es sich dabei durchwegs um Skianfänger handelt irrt, denn einige der besten Zeiten wurden dieses Jahr von chinesischen Teilnehmern gefahren. Und auch beim Hüttenabend sind ein großer Teil der über 300 Teilnehmer aus China. Wenn ich mit Kollegen spreche, die schon länger am AußenwirtschaftsCenter Peking arbeiten, erzählen Sie mir, dass das Event früher Großteils von den Expats in und um Peking besucht wurde. Heute sind immer noch viele österreichische Firmenvertreter anwesend, aber eben noch mehr Chinesen. Das spiegelt das immer größer werdende Interesse in China für den Wintersport wieder. Und es führt dazu, dass das österreichische Know-how unter den Chinesen noch bekannter wird.

Die erfolgreichen Racer vor der Strecke

Die erfolgreichen Racer vor der Strecke

Bei den Siegern des Rennens gibt es dann weniger Überraschungen: Werner Margreiter, ehemaliger ÖSV-Herren Cheftrainer und heute mit der Firma Alpin Allianz erfolgreich in der Planung von Skigebieten tätig vor Pepi Strobl, ehemaliger Weltcupfahrer und heute mit Ski4D mit der Planung und Beratung im Wintersport erfolgreich.

Siegerehrung

Siegerehrung

Alles in allem hat sich in meinen Augen die lange Vorbereitungszeit und die oft anstrengende Organisation des Events mehr als gelohnt. Insgesamt konnten wir mehr als 320 Gäste bei unserem Event begrüßen, darunter viele Vertreter österreichischer Wintersportfirmen, die die Gelegenheit nutzten Kontakte zu Betreibern und Entwicklern chinesischer Skigebiete, zu Importeuren von Wintersportartikeln und Entscheidungsträgern aus dem öffentlichen Bereich zu knüpfen. Kaiserwetter und Schneefall in der Nacht vor dem Rennen waren dabei zusätzlich hilfreich, damit die neu gekürte Olympiaregion Zhangjiakou schon 2016 ganz im Zeichen von Rot-Weiß-Rot stand.

 

1 comment

  1. Martin Glatz
    Reply

    Es war ein phantastisches Wochenende! Was früher als Austrian Charity Ski Race ein Skiausflug für die deutschsprachige Community in Peking war, ist nun zu einem Showcase für die österreichische Wintersportindustrie mutiert. Diese Refokussierung trägt dem boomenden Interesse am Skisport in China Rechnung. Für Peking 2022 gilt: Dabei sein reicht nicht, wir wollen gewinnen – Medaillen und Aufträge!

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