Eröffnung von OPEN AUSTRIA in San Francisco

Außenminister Sebastian Kurz, WKÖ-Vizepräsident Jürgen Roth und US-Botschafterin Alexa Wesner eröffnen mit Live-Videoschaltung das gemeinsame Silicon Valley-Büro von BMEIA und WKÖ in San Francisco.

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Eröffnung von Open Austria in San Francisco | Foto: Karina-photography.com

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Anreise zu OPEN AUSTRIA: Natürlich per Startup!

Es ist frühmorgens. Ich sitze in einem Uber-Taxi und bin am Weg zu OPEN AUSTRIA in San Francisco. Ziel ist Galvanize, ein Coworking Space für Startups, in dem das gemeinsame Büro des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA) und der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA der Wirtschaftskammer Österreich eröffnet wird. Im Radio ist gerade zu hören, dass heute das schlimmste Verkehrsaufkommen des Jahres im Raum San Francisco ist. Die vielen Spuren zur Mautstation vor der Bay Bridge sind bereits verstopft. Ein Unfall hält den Verkehr zusätzlich auf. In San Francisco war kein einziges Hotelzimmer mehr zu einem vernünftigen Preis zu finden. Die gerade stattfindende Oracle Konferenz trieb die Hotelzimmerpreise in astronomische Höhen. Im etwa zwanzig Kilometer entfernt gelegenen Oakland konnte ich noch ein Zimmer ergattern. Die Rezeption war wegen Umbauarbeiten unmittelbar nach dem Eingangsschranken in die Parkgarage in einen winzigen Türrahmen verlegt worden.

 

Start up and rise high!

9Die Fahrt über die Bay Bridge mit der Skyline von San Francisco ist immer ein Erlebnis: Das Einfallstor in das Silicon Valley boomt. Baukräne prägen das Stadtbild. Neue Straßen und Untertunnelungen werden gebaut, Hochhäuser ragen wie teilweise mit Glas bedeckte Skelette in den Himmel. Die graue Kulisse und das leichte Nieseln auf der Brücke ist inzwischen einem strahlend blauen Himmel gewichen.

OPEN AUSTRIA liegt im zentralen Stadtteil SoMa (South of Market) und in der Nachbarschaft von Uber, Airbnb und Twitter. Das Büro von AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und BMEIA soll nun zusätzlich neben dem AußenwirtschaftsCenter Los Angeles  österreichischen Firmen den Weg zu Risikokapitalgebern und Kontakten zum Silicon-Valley-Eco-System erleichtern.

 

Open(ing) Austria

Die beiden Co-Direktoren Martin Rauchbauer vom BMEIA und Georg Fürlinger, der Technologiebeauftragte  der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA, werden sich künftig im Trend-Scouting üben und Österreich als starken Wirtschafts- und Innovationsstandort präsentieren. Das Schild „Open(ing) Austria – with coffee and cakes“ weist in den Keller. Im hippen Meeting-Raum, in dem am Vortag noch ein Tischtennistisch stand, finden die Süßigkeiten des österreichischen Zuckerbäckers aus Davis reißenden Absatz. Apfelstrudel mit Schlag, Mohnnudeln  und Plundergebäck verziert mit einer rot-weiß-roten Marzipanflagge gibt es schließlich nur zu besonderen Anlässen.

Unter den Gästen ist Gerhard Eschelbeck, verantwortlich bei Google für Computersicherheit mit über sechshundert Mitarbeitern weltweit, ein Vertreter der City of San Francisco, junge Startup Entrepreneurs und österreichische Wissenschaftler. Eine Gruppe von bfi-Vertretern ist gerade im Silicon Valley auf Inspirationsreise. Die gerade im Rahmen der Go Silicon Valley-Technologieinitiative angekommenen österreichischen Startups entschuldigten sich und „büffelten“ an ihrem ersten Tag in der Entrepreneurship Academy unseres Technologiepartners.

Der Dresscode ist casual. Das Tragen einer Krawatte ist bei Startup Events und speziell im Silicon Valley ohnehin tabu.

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(V.l.) Die Co-Direktoren Martin Rauchbauer/BMEIA und Georg Fürlinger/WKÖ, Botschafter Waldner, Generalkonsulin Ritzinger, Wirtschaftsdelegierter Thaler und Moderator Michael Hirschbrich | Fotos: Katharina-photography.com

Moderiert wird der Event von Michael Hirschbrich, CEO von Updatemi. On Stage sind vor der Liveschaltung die beiden OPEN AUSTRIA Co-Direktoren Martin Rauchbauer/BMEIA und Georg Fürlinger/AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA, sowie der österreichische Botschafter in den USA Wolfgang Waldner. Aus Los Angeles reisen an Generalkonsulin Ulrike Ritzinger und Wirtschaftsdelegierter Rudolf Thaler.

 

Wien-San Francisco: Live!

Die offizielle Eröffnung ist für 10.00 Uhr Ortszeit angesetzt. Wir warten gespannt auf das erste digitale Lebenszeichen aus Wien. Auf die Minute genau schaltet sich das knapp 10.000 Kilometer und über 12 Flugstunden entfernte Wien zu. Es sind Stimmen zu hören und das erste Bild wird wie bei der Landung des Mars-Rover mit Applaus im vollbesetzten Galvanize-Meeting Room begrüßt

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WKÖ-Vizepräsident Jürgen Roth: „Mit der jetzigen Initiative werden wir unser Angebot an österreichische Unternehmen ausweiten. Neben der seit 2010 bestehenden Go Silicon Valley Initiative.“

Die Kamera ist auf einen schmunzelnden Jürgen Roth gerichtet. Die Frage von Moderator Michael Hirschbrich geht an Außenminister Sebastian Kurz, aber die Kamera schwenkt nicht sofort mit. Die professionelle Regie erkennt dies und schaltet um. Außenminister Sebastian Kurz, Wirtschaftskammer-Vizepräsident Jürgen Roth und US-Botschafterin Alexa Wesner eröffnen nun per Video-Liveschaltung Open Austria.

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Minister Kurz: „Mit dem neuen Office wollen wir eine neue Brücke bauen, um österreichische Unternehmen enger an diese Region, ihre Netzwerke und Potenziale anzubinden.“

Die Liveschaltung nach Wien ist genau die Art von Events, die in die schnelllebige und coole Hightech-Welt der Bay Area passt.  Nach den Live-Statements widmen wir uns alle einer der wichtigsten Beschäftigungen im Silicon Valley, dem Networking.

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US-Botschafterin Alexa Wesner unterstreicht die unternehmerische Vormachtstellung Kaliforniens

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Zukunftsreise nach 2026

Beim Rückflug nach Los Angeles stelle ich mir kurz vor, wie eine Eröffnung in Zukunft aussehen mag: Wir werden via Brain-Line (©RT) im virtuellen Raum gemeinsam kommunizieren. Egal, wer sich wo gerade auf der Welt befindet. Ob auf der Route 405 im selbstfahrenden Cab in Los Angeles, im Drone-Copter am Weg ins UNO-Gebäude in New York, im zehnten Stock in der Wiedner Hauptstraße 63 oder am Minoritenplatz 8: Jeder wird in den gemeinsamen virtuellen Raum eintauchen, das Duftgemisch aus Kaffee und Gebäck über Gehirnimpulse wahrnehmen und sich in einzelne Gesprächszirkel in Echtzeit einklinken können. Die Daten laufen über eine hauchdünne elektronische Netzhaut. Ist man verhindert, kann man später den Event als Eindruck abrufen, um „mitreden zu können“.

Zu futuristisch? Nein! Ich komme gerade aus meiner Zukunftsreise im Jahr 2026 zurück und schmunzle über sperrige Handys, Computer, VR-Brillen, Flugzeuge und Autos, die noch pilotiert werden müssen. Ich werde noch etwas im Oktober-2016-Zeitfenster bleiben und Erinnerungen auffrischen.

To be continued,…

Haben Sie Interesse am Silicon Valley? Hier bleiben Sie up-to-date:

Rudolf Thaler auf Twitter.
Georg Fürlinger auf Twitter.
AußenwirtschaftsCenter Los Angeles.
Open Austria.

2 comments

  1. Vorbildhaft!!
    Endlich einmal ein tatkräftiges und mutiges Engagement im Gegensatz zu den vielen Versprechungen und heißer Luft die sonst so produziert werden. Ein kompetentes Team direkt im Herzen des Zentrums der Innovatoren und Zukunftsgestaltern dieser Erde. Bin wirklich stolz und werde Euch womit auch immer unterstützen ohne Wenn und Aber. In einem Wort: Vorbildhaft! Weiter so…

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