Wein auf Bier, das rat‘ ich dir… auch in Shanghai

Aber nur wenn „Made in Austria“ draufsteht! Davon hat sich Bundesminister Andrä Rupprechter selbst überzeugt.

Neben Wein und Bier hat die österreichische Lebens- und Genussmittelindustrie noch so einige Schmankerln zu bieten. Eine exklusive Auswahl hochwertige Qualitätsprodukte „Made in Austria“ haben 22 österreichische Firmen auf dem Gruppenstand der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA vom 7. bis 9. November 2016 auf der wichtigsten Lebensmittelfachmesse in Shanghai, der FHC und ProWine China präsentiert. Käse, Milchprodukte, Müsli, Schokolade und Süßwaren, Säfte und Softdrinks, Öle und und und. Die Liste der Produkte und Firmen, die in der Megametropole Shanghai dabei waren, ist zu lang, um sie alle zu nennen (HIER sind alle angeführt).

Die Messe FHC (Food and Hospitality China) fand heuer bereits zum 20. mal statt und wir waren eigentlich schon seit Anfang an dabei. Also ein doppelter Grund zum Feiern! Das hat sich auch der österreichische Landwirtschaftsminister DI Andrä Rupprechter gedacht und ist gemeinsam mit Vertretern der Agrarmarkt Austria (AMA) und der Österreich Wein Marketing (ÖWM) vor einer Woche nach Shanghai gekommen.

Die österreichischen Teilnehmer an der Messe haben sich sichtlich über den Besuch und das Interesse von Bundesminister Rupprechter gefreut. Minister Rupprechter setzt sich selbst aktiv für die Eröffnung weiterer Marktchancen für unsere Betriebe ein und arbeitet dabei immer eng mit dem Netz der AußenwirtschaftsCenter weltweit zusammen.

Perfekter Start mit Spezialitäten Made in Austria

Der erste Abend stand dann gleich ganz unter dem österreichischen Motto „beim Reden kommen die Leut‘ zusammen“. Bei unserem Netzwerkempfang im Hyatt on the Bund in Shanghai haben chinesische Importeure, Großhändler, Gastronomen und Medienvertreter österreichische Weine, Biere, Spirituosen und Käse verkostet und sind dabei hoffentlich auch auf den Geschmack gekommen. Neben den österreichischen Produzenten standen auch die Experten der AMA und ÖWM den Gästen Rede und Antwort.

 

Viele österreichische Firmen aus diesem Sektor sind noch am Sprung nach China, aber eine feine Auswahl ist schon in Supermärkten in Shanghai erhältlich. Gemeinsam mit unseren österreichischen Besuchern haben wir uns also auf die Suche gemacht nach Produkten „Made in Austria“ und wurden im Shanghai City Supermarkt fündig.

Österreichische Produkte im Shanghai City Shop

Österreichische Produkte im Shanghai City Shop

China hat sich in den letzten Jahren zu dem am schnellsten wachsenden Importmarkt für Lebensmittel, Getränke und Wein entwickelt. Treibende Kraft dahinter ist der rasant anwachsende Mittelstand. Lt. einer aktuellen Studie der Economist Intelligence Unit fallen bis 2030 rund 480 Mio. Menschen in China in diese Kategorie. Kombiniert mit einer rapiden Urbanisierung, steigenden Pro-Kopfeinkommen und einem ungebrochenen Interesse an importierten Produkten ergibt sich ein äußerst attraktiver Markt für ausländische Lebensmittelproduzenten. Derzeit finden sich die meisten Kunden für importierte Lebensmittel in den großen Städten an der Ostküste wie Beijing, Shanghai und Guangzhou. Aber auch hier ist ein Trend erkennbar: in Zukunft entstehen neue Chancen in second und third tier Städten im Landesinneren.

Bean-to-Bar in Shanghai

Erfahrung am stark umkämpften Markt Shanghai hat der österreichische Chocolatier Zotter. 2014 wurde das zweite Zotter-Schokoladentheater weltweit in Shanghai eröffnet. In der 24.000 m² großen Schokoladen-Erlebniswelt können chinesisch Kunden das gesamte Produktsortiment nicht nur verkosten sondern auch sehen, wie Schokolade entsteht. Ganz im Sinne des Gründers Josef Zotters „from bean to bar“. Dieses Spektakel wollte sich auch unser Minister nicht entgehen lassen. Geleitet wird das 30-Personen Unternehmen von der Tochter des Inhabers, Julia Zotter.

Bioprodukte – the Chinese way

Am Ende stand noch ein „Benchmarking-Termin“ auf dem Programm. Österreich ist als Vorreiter in der biologischen Landwirtschaft weltweit bekannt. Also haben wir geschaut, was sich in China so auf diesem Gebeit tut. Ein gutes Beispiel ist der chinesische biologische Gemüseanbaubetrieb Foodpedia. Bei der Verkostung haben wir uns selbst von der Qualität der lokalen Bioprodukte überzeugt.

Internationale und auch chinesische Konsumenten in Shanghai greifen immer öfter zu Bioprodukten. Der Wunsch nach nachhaltiger Produktion, ökologischem Anbau und Transparenz der Produktionskette führt langsam zu einem Umdenken bei den lokalen Produzenten. Der Markt für Bioprodukte hat sich in den vergangenen Jahren vervielfacht. Das geschätzte Marktvolumen beläuft sich derzeit auf rund RMB 10 Mrd. (EUR 1,4 Mrd.). Hier gibt’s also noch viel zu holen für unsere österreichischen Bio-Pioniere! Mehr über das Marktpotenzial gibt es in unserem eben veröffentlichten Branchenprofil China: Nahrungsmittel und Getränke oder sonst direkt bei uns im AußenwirtschaftsCenter Shanghai.

 

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