Afrika: Wer wagt den Sprung in den kalten Nil, Kongo, Niger oder Sambesi?

Neue Chancen und alte Risiken für österreichische Unternehmer bzw. wie man aus der demographischen Herausforderung eine demographische Dividende erzielen kann, waren die Themen der Afrika Tage in Wien und Linz. Klar ist, Afrika ist ein Kontinent im Aufbruch und Umbruch. Wir bewegen uns von der Afrika Euphorie zum Afrika Realismus!

 Am 1. und 2. Februar 2017 fanden «Afrikatage» in Wien und Linz statt,
wo wir auf Chancen in dem aufstrebenden Kontinent aufmerksam gemacht haben.

 

Ein aufstrebender aber vergessener Kontinent

Zu diesem Motto informierten sich und diskutierten im Februar über 200 Interessierte am Afrikatag in Wien und über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Afrikatag in Linz. Das ist keine Selbstverständlichkeit, da sich das österreichische Engagement in Afrika noch zurückhält. Nur zwei Prozent aller österreichischen Exporte (ca. zwei Milliarden Euro an Waren und Dienstleistungen) und 0,44 Prozent aller österreichischen Direktinvestitionen gehen nach Afrika. Das auch die deutschen Exporte nach Afrika nur zwei Prozent ausmachen, ist ein schwacher Trost, vor allem wenn man die Aktivitäten aus – beispielsweise – China als Maßstab nimmt.

 

Marshallplan für Afrika

Die demographische Herausforderung ist leicht erklärt. Innerhalb der nächsten 30 Jahre soll sich die Bevölkerung in Afrika auf zwei Milliarden verdoppeln. Die stark wachsende junge Bevölkerung und der erwartete steigende Konsum sollen eine demographische Dividende bringen.

Ob des mangelhaften europäischen Interesses, gepaart mit sehr aktiven Vorgehen von – unter anderem – China und den größer werdenden demographischen Herausforderungen, werden in Österreich und Deutschland Stimmen laut, welche einen Marshallplan für Afrika fordern. Der schwarze Kontinent weist mit 15 Prozent der Weltbevölkerung nur einen Anteil von zwei Prozent der globalen Wirtschaftsleistung aus. Hier soll der Marshallplan, sprich ein gesteigertes europäisches Engagement, ansetzen.

 

Afrika ist nicht gleich Afrika

Glänzen manche afrikanischen Länder mit politischer wie wirtschaftlicher Stabilität, bleiben natürlich andere mit diversen Herausforderungen in diesen Bereichen. Die jüngsten Aufschwungsmeldungen (Afrikas Löwen machen sich auf die Verfolgung von Asiens Tiger) sind verflogen, beziehungsweise, wie es mein Kollege Johannes Brunner formulierte: „Von der Afrika-Euphorie zum Afrika-Realismus.“

Wichtig ist jedenfalls, eine differenzierte Betrachtung der Regionen und Länder. Aus diesem Grund hat die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA auch acht Stützpunkte am Kontinent.

 

Der Sprung in den kalten Nil, Kongo, Niger oder Sambesi

Einigkeit besteht darüber, dass österreichische Firmen den afrikanischen Markt nicht scheuen sollten. Man muss in den kalten Nil, Kongo, Niger oder Sambesi springen, die so kalt gar nicht sind. Freilich muss dafür die Komfortzone verlassen werden. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für den Einstieg in diesen in der Aufbruch- und Umbruchphase befindlichen Markt.

Übrigens, die Expertinnen und Experten der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA an den AußenwirtschaftsCentern helfen Ihnen, die krokodilverseuchten Gewässer zu vermeiden.

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2 comments

  1. ich arbeite seit beinahe einem Jahr in Dar es Salaam, Tanzania, als Hotel GM fuer eine amerikanische Hotelkette. Oesterreich als solches ist in Tanzania praktisch nicht vertreten, was mich persoenlich verwundert, da Tanzania nicht nur ein sehr grosses Land ist, abver vor allem eines der wenigen afirkanischen Laender ohne jedwede Unruhen, wo lokale Waehrung, Wachstum, Inflation etc stabil sind. Wir sollten eine diplomatische Vertretung, einen Handelsdelgierten etc haben, und auch ueber die Entwicklungshilfe-schiene, etc einen Standbein fuer unsere Exportwirtschaft aufbauen. Tanzania hat Mining, landwirtschaft, enormen Fischreichtum, Tourismus, Gasfelder, etc.. Die Frage, die sich hier stellt, ist, was kann getan werden ? Ostafrika hat Zukunft !

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