Happy New Year aus Zentralasien

Meine Eindrücke zur Weihnachts- und Neujahrszeit aus Kasachstan und Usbekistan – Überall festlich geschmückte Neujahrsbäume Sonntag, 23. Dezember, es ist kurz vor 23 Uhr. Der Schnee vom Vortag wurde durch emsige Straßenarbeiter wieder weggezaubert. Ich sitze im Cafe Central in

Astana mit Baiterek Tower im Hintergrund

Meine Eindrücke zur Weihnachts- und Neujahrszeit aus Kasachstan und Usbekistan – Überall festlich geschmückte Neujahrsbäume

Sonntag, 23. Dezember, es ist kurz vor 23 Uhr. Der Schnee vom Vortag wurde durch emsige Straßenarbeiter wieder weggezaubert. Ich sitze im Cafe Central in Almaty und tippe meine Eindrücke in das Handy. Ich verbringe das erste Mal die Weihnachts- und Neujahrszeit in Zentralasien und bin überrascht vom weihnachtlichen Flair, den ich in Almaty und bei meinen Dienstreisen in die beiden Hauptstädte Astana, Kasachstan und Tashkent, Usbekistan in der zweiten Dezemberhälfte beobachte. Die Büros meiner Gesprächspartner, Cafes und Restaurants sind geschmückt mit Geschenkpaketen, Zweigen und Kugeln. In der Nacht funkeln die geschmückten Bäume und erstrahlen die Alleen und Hauptstraßen. Kaum anzunehmen in Ländern mit überwiegend islamischer Religionszugehörigkeit. Die Weihnachtsbäume sind dementsprechend Neujahrsbäume.

In der Einkaufsmall nebenan – die sich mit den großen Einkaufstempel dieser Welt vergleichen kann – sind die Geschäfte noch geöffnet. Weihnachtsmusik rieselt aus den Lautsprechern, die Shops sind mit Bäumen, Kugeln und Ästen dekoriert. Vor der Mall steht schon seit Anfang Dezember ein großer beleuchteter Weihnachtsbaum und daneben Rudy das Rentier. Die Straßenlaternen sind mit funkelnden Ornamenten verziert. In den Supermärkten der Stadt ist alles erhältlich was zum Schmücken notwendig ist. Bäumchen in Plastik und echt. Kugeln, Lametta, Beleuchtung,… beim Schokoladeschmuck scheint es einen Engpass zu geben. Als ich endlich in einer Lebensmittelkette eine Unmenge bunter Schokokugeln sehe, die gerade in Kartons auf einer Palette transportiert werden, sind sie zu meiner Enttäuschung schon alle ausverkauft.

Im klirrend kalten Astana – minus 21 Grad Celsius, mit Wind gefühlte minus 28 Grad Celsius – fahre ich mit dem österreichischen Botschafter zu einem Treffen mit dem Vorsitzenden der Korruptionsagentur. Neben der Moschee im Stadtzentrum wird auf einem Eislaufplatz ein riesiger Baum mit Kran in Stellung gebracht. Beeindruckend finde ich den Neujahrsbaum vor dem zeltförmigen Khan Shatyr Entertainment Center. Im Hintergrund ist der Baiterek Tower, das Wahrzeichen Astanas zu erkennen. Im tropischen Sky Beach Club ist der Weg zum Sandstrand ebenfalls weihnachtlich geschmückt.

In der 3-Millionen-Einwohner-Metropole Tashkent erlebe ich den Wintereinbruch in Usbekistan. Damit wird das Stadtbild noch festlicher. Die Hauptstraßen sind gesäumt mit beleuchteten Bäumen und Dekorationen soweit das Auge reicht. Zum ersten Mal sehe ich einen geschmückten Baum upside down, und zwar im urigen usbekischen Restaurant Karavan. Da ich gerade Locations für die Wirtschaftsmission im April sondiere, sehe ich in den Hotel-Lobbys geschmückte Tannenbäume. In einem Hotel entdecke ich einen „Glue Wine“ um 20.000.- USD. Der weltteuerste Hamburger in Las Vegas mit 5.000 USD wäre im Vergleich geradezu ein Schnäppchen. In heimischer Währung wird das Glas Glühwein mit etwa zweieinhalb Dollar wieder erschwinglich. Vor dem größten Bazar in Tashkent – in Zukunft hoffentlich mit österreichischem Parkzugangssystem – tanzt vor einem Weihnachtsbaum eine Gruppe Männer. Soft Drink Packungen sind zu einem Baum gestapelt und verziert. Den Eingang zum eindrucksvollen Kuppelgebäude zieren Tannenäste und ein 2019 Schild.

Straßenszenen…in Tashkent. Restaurant Karavan.

In der Nacht des 31.12. ist Almaty in einen dichten Nebel gehüllt. Die Feuerwerke in der Stadt sind nur hörbar, auch Stunden nach Mitternacht und vereinzelt auch noch an den Feiertagen am 1. und 2. Jänner. Vor der neuen Philharmonie, gleich neben der ‚Hungerburgbahn‘ zum ‚Wiener Prater‘ am Hausberg Koktobe steht ein großer geschmückter Tannenbaum, der sich in der Glasfassade widerspiegelt. Zum Jahreswechsel verwandelt sie sich in einen überdimensionalen Screen. Die Almatyner schießen Selfies mit Väterchen Frost und den Almaty2019 Schildern. In Hotels wird in feierlicher Robe gefeiert.

Mit Väterchen Frost. Neujahrsnebel in Almaty

Liebe Blog-Freunde, ich wünsche Euch mit meinem Almaty-Team und im Namen all meiner AUSSENWIRTSCHAFT Kollegen rund um den Globus ein Magic Export New Year 2019. Vielleicht sehen wir uns ja auf Eurer Zentralasien-Schnuppertour. Im April sondieren wir bei der Wirtschaftsmission nach Tashkent und Almaty die Geschäftsmöglichkeiten. Vielleicht sehen wir ja noch einen Neujahrsbaum?

Team AC Almaty in der Jurte

 

To be continued.

 

@RudolfThaler on Twitter und Facebook

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.