Food Blockchain Plattform: New Yorker Zukunftsdenken

Wir leben in einer Zeit globalisierter Wertschöpfungs- und Lieferketten. Umso wichtiger ist es, den Weg unseres Essen bis es auf unserem Teller landet, verlässlich nachvollziehen zu können. Eine Food Blockchain Plattform aus New York blickt in die Zukunft!

Das New Yorker Unternehmen ripe.io hat eine Vision: Den Aufbau einer Food Blockchain Plattform, die Zugang zu transparenten und zuverlässigen Informationen über Herkunft, Reise und Qualität von Lebensmitteln bietet.

ripe.io ist ein erfolgreiches New Yorker Hi-Tech Startup im Bereich Food Blockchain.

Eine Blockchain ist vereinfacht gesagt eine verteilte öffentliche Datenbank

Informationen werden nicht zentral auf einem Server, sondern jeweils lokal auf allen beteiligten Rechnern im Netzwerk gespeichert. Die Blockchain gilt als besonders transparent und fälschungssicher. Daten sind bei dieser Technologie die wichtigste Zutat. Einmal eingetragene Informationen können nicht mehr abgeändert werden. Für den Nahrungsmittelbereich ist die Food Blockchain das mitunter wichtigste Instrument und liefert weit mehr als nur Transparenz. Ineffizienz und Gefahren entlang der Lieferkette werden so rechtzeitig erkannt und unnötig lange Lieferwege vermieden. Das wiederum führt zur Vermeidung von größeren Müllmengen, die Lebensmittel letztendlich verderben lassen.

Studien zufolge senkt das für die Lebensmittelindustrie entstehende Kosten um USD 120 bis 150 Milliarden pro Jahr. Die New York Times gibt einen interessanten Einblick in das Thema Food Waste. Sie stellt darin auch eine Initiative aus Finnland vor, die „Grocery Happy Hour„.

Der Einsatz von Lösungen wie ripe.io erfordert aber auch viel Aufklärungsarbeit bei „food ecosystem“–Partnern, die bisher auf technische Lösungen verzichtet haben.

„Wir sprechen persönlich mit den Bauern und Bäuerinnen und hören uns ihre Geschichten an. Wenn der Käse auf der Zunge zergeht und ich die Leidenschaft der Menschen in der Qualität der Produkte schmecke. Dann weiß ich, was ich mache, hat einen ungeheuren Wert.“, beschreibt Mykhaila Dudley von ripe.io.

Mit dem IBM Food Trust Program schafft IBM ein Netzwerk, das mit Hilfe von Blockchains die lückenlose Verfolgung von Produkten entlang der gesamten Lieferkette sicherstellt.

IBM bietet mit dieser Initiative eine der innovativsten Lösungen, indem es vom Produzenten bis zum Endkunden alle Beteiligten der Lieferkette miteinbezieht. So kann der Konsument mit Hilfe eines Codes exakt nachvollziehen, woher das Produkt stammt und unter welchen Bedingungen es hergestellt wurde.

„Wo kommt dieser Salat wohl her?“, frage ich mich als wachsamer Konsument.

Der größte Vorteil liegt in der besseren Planung der Logistik

So erfährt der Zwischenhändler durch diese Technologie bereits frühzeitig den exakten Zeitpunkt der nächsten Anlieferung und kann dadurch die Weiterverarbeitung rechtzeitig vorbereiten. Im Ergebnis bedeutet das: frischere Produkte, weniger Müll, effizientere Lieferwege und eine höhere Markenreputation.

„Die Nahrungsmittelindustrie ist eine höchst dysfunktionale Branche mit viel Digitalisierungspotenzial“, erklärt Phil Harris, Gründer von ripe.io.

ripe.io und andere Vorreiter in dieser Branche sind überzeugt, dass Information und Transparenz elementarer Bestandteil für den zukünftigen Erfolg in der Nahrungsmittelindustrie sind. Aktuell gibt es keine Vorschriften, die Hersteller oder verarbeitende Betriebe zur Nutzung einer Blockchain Lösung zwingen. Der Konsument fordert aber zu Recht immer häufiger, zu wissen, was in seinem Essen steckt und woher es überhaupt kommt.

4 comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.