Brooklyn Navy Yard: Innovation, Stadtentwicklung, Handwerk

Ein spannender New Yorker Stadtteil entwickelt sich gerade vom Sorgenkind zum Vorzeigeprojekt. Über 400 Unternehmen tragen dazu bei und schaffen vor Ort Nachhaltigkeit und Innovationen. Wir haben uns die ehemalige Schiffswerft genauer angesehen.

Ein spannender New Yorker Stadtteil entwickelt sich gerade vom Sorgenkind zum Vorzeigeprojekt. Über 400 Unternehmen tragen dazu bei und schaffen vor Ort Nachhaltigkeit und Innovationen. Wir haben uns die ehemalige Schiffswerft genauer angesehen.

Der Brooklyn Navy Yard ist ein Paradebeispiel für die Verzahnung von innovativen Tech-Start-up- und Gründer-Ökosystemen, der Förderung klassischer Produktion und gleichzeitiger Stadtentwicklung. In der stillgelegten Schiffswerft im Hafen von Brooklyn lief seit 1806 eine Schiffsproduktion für die United States Navy – darunter auch die USS Maine, die USS Arizona und die USS Missouri. Nach dem Einstellen des Werftbetriebes im Jahr 1966 gründete die Stadt New York auf dem Gelände schließlich ein neues Industriegebiet. Geleitet wird dieses von der Not-For-Profit Organisation Brooklyn Navy Yard Development Corporation (BNYDC). Bis vor einigen Jahren galt es noch als entwicklungstechnisches Sorgenkind der Stadt.

Dann entstand die Idee der gezielten Ansiedelung von Start-up-, Tech- und innovativen Büro- und Arbeitsräumen, aber auch klassischen Produktionsbetrieben.
Der Brooklyn Navy Yard aus der Vogelperspektive.

Der Brooklyn Navy Yard aus der Vogelperspektive. (c) Smart Cities New York

Heute beheimatet das ehemalige Werftgebiet mehr als 400 Unternehmen mit derzeit rund 10.000 Angestellten. Das bringt der Stadt New York ein jährliches Wirtschaftseinkommen von etwa USD 2 Milliarden. BNYDC agiert im Brooklyn Navy Yard als Real Estate Developer und Property Manager der Anlage. Ein großer Fokus des Stadtentwicklungsprojekts liegt auf Nachhaltigkeit: Der Brooklyn Navy Yard soll ein nationales Vorzeigeprojekt für einen nachhaltigen Tech-, Start-up und Industriepark für Green Technology und Zukunftsfähigkeit werden. Bis 2020 will man so rund 17.000 Arbeitsplätze schaffen.

Welche Unternehmen sich derzeit im Brooklyn Navy Yard ansiedeln? Hier findet Ihr einen Überblick über die spannenden Mieter: Tenant Directory.

New Lab: We sit at the center of innovation for entrepreneurs, corporations, cities, and investors. 

2016 öffnete das New Lab seine Pforten und unterstützt mittlerweile 150 Start-ups, die sich auch gleich vor Ort ansiedeln können.

New Lab im Brooklyn Navy Yard: Heimat für alleine über 140 Start-Ups.

New Lab im Brooklyn Navy Yard: Heimat von über 150 Start-ups.

Die Zahlen sprechen Bände

Die Gründer David Belt und Scott Cohen machten es sich zur Aufgabe, an einem Platz kreative Köpfe  miteinander zu vernetzen: Im New Lab kommen auf rund 7.800 m² (84.000 ft²) mehr als 150 Mitgliedsunternehmen und 760 Entrepreneure. 260 Investoren schießen regelmäßig Finanzspritzen zu. Aus bisherigen Investitionen von USD 450 Millionen an Venture Capital resultierten in der Folge Exits in Höhe von satten USD 400 Millionen. Dem stehen darüber hinaus USD 5 Millionen an Prototyping Resources gegenüber. Spannende Unternehmen, die derzeit im New Lab untergebracht sind, forschen und arbeiten, sind unter anderem:

  • Farmshelf: baut intelligente Indoor Farms
  • Honeybee Robotics: entwirft und baut Roboter für den Einsatz auf der Erde und im Weltall
  • Nanotronics: arbeitet auf nano-mikroskopischem Level und macht sichtbar, was für das menschliche Auge eigentlich unsichtbar ist

„New Lab is such an inspiring, colorful and energetic environment. Our entire team really appreciates being a part of this community – we continuously learn from other builders and makers, get to work in a beautiful space, and benefit greatly from New Lab’s fantastic staff, who regularly forge opportunities and partnerships for us.“,

sagt Suma Reddy, Co-Founder & COO von Farmshelf.

Wir besuchten zuletzt im Rahmen unserer Wirtschaftsmission „The Power of Creativity“ das New Lab.

Im New Lab begibt sich eine Delegation aus Österreich auf die Suche nach Inspiration.

Im New Lab begibt sich eine Delegation aus Österreich auf die Suche nach Inspiration.

Wer sich bewerben will, kann online einen Bewerbungsbogen einreichen (Applications).  Das Angebot umfasst vier unterschiedliche Möglichkeiten, vom kleineren Arbeitsplatz bis hin zum Studio. Ja nachdem, welche Services benötigt werden, beginnen die monatlichen Mietkosten bei USD 500. Es bleibt jedenfalls spannend, wie sich New Lab weiterentwickelt und wohin die nächste Expansion führt – angeblich ist auch Wien als Wunschkandidat für ein weiteres Standbein im Gespräch …

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