Damals, 2020

Ich mache eine nostalgische Zeitreise nach Almaty, ins Jahr 2020. Dieses Jahr ist für mich ein Meilenstein, da ich Ende Juli nach fast 40 Jahren meine Karriere als Wirtschaftsdelegierter der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA beendete. Pensionsantritt ! Den Gedanken daran habe ich bis zur letzten Sekunde verdrängt. Die COVID-19 Pandemie verlängerte meinen Aufenthalt. Die Regierung Kasachstans hatte im März den Ausnahmezustand ausgerufen und stellte die Hauptstadt Nur-Sultan sowie die Wirtschaftsmetropole Almaty unter Quarantäne.

Ich mache eine nostalgische Zeitreise nach Almaty, ins Jahr 2020. Dieses Jahr ist für mich ein Meilenstein, da ich Ende Juli nach fast 40 Jahren meine Karriere als Wirtschaftsdelegierter der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA beendete. Pensionsantritt ! Den Gedanken daran habe ich bis zur letzten Sekunde verdrängt. Die COVID-19 Pandemie verlängerte meinen Aufenthalt. Die Regierung Kasachstans hatte im März den Ausnahmezustand ausgerufen und stellte die Hauptstadt Nur-Sultan sowie die Wirtschaftsmetropole Almaty unter Quarantäne.

Virtueller Road Trip

Ich treffe mich mit meiner damaligen Stellvertreterin Lisa Kronreif in Almaty auf einer virtuellen Reiseplattform. In meiner Zukunft kann ich alles in meinem Leben Erlebte jederzeit nacherleben, andere dazu einladen und die Handlung wie in einem Film ändern. In meiner Zukunft sind gerade Kurztrips auf einen Asteroiden und als Mitbringsel Asteroidenstaub für den 3D-Drucker beliebt. Wir nützen die verkehrsfreie Zeit und erleben einen Road Trip ohne Einreisestopp und Reisebeschränkungen quer durch die faszinierenden Landschaften Zentralasiens. Die Fahrt über die Weiten der kasachischen Steppe in die Hauptstadt Nur-Sultan eröffnet das enorme Potential Kasachstans als globaler Food Hub. Nur-Sultan, ehemals Astana, fasziniert mit seinen modernen Architekturjuwelen.

Expo Gelände in Nur-Sultan, Kasachstan

Der weltgrößte Dry Port in Khorgos an der kasachstanisch – chinesischen Grenze ist nur einen Auto-Steinwurf von Almaty entfernt. Entlang der mächtigen Gebirgszüge des Tien Shan geht die Fahrt Richtung Bischkek. Ich werfe einen letzten Blick auf den prachtvollen Issyk-Kul Gebirgssee. Die Gebirgsstraße nach Osch in das fruchtbare Fergana-Tal fasziniert mich immer wieder. Die Städte Tashkent, Samarkand, Buchara und Chiwa entlang der Seidenstraße beinahe menschenleer zu erleben ist magisch. Die Gebirgswelt in Tadschikistan lässt erahnen, dass es weltweit zum Kreis der Länder mit den größten ungenutzten Wasserkraftreserven gehört. In Turkmenistan geht es nach einem Zwischenstopp am kaspischen Meer nach Ashgabat. Zurück überfliegen wir die majestätische Landschaft Zentralasiens nach Almaty. Zentralasien hat sich nach der Pandemie stark entwickelt und kam vermehrt auf den rot-weiß-roten Export Radar.

Faszination Steppe

Silk Road Biz Award und WirtschaftsOskar

Was mich als Wirtschaftsdelegierter immer faszinierte ist die ungeheure Flexibilität, Kreativität und Innovationskraft der rot-weiß-roten Unternehmen. Sie sind Weltmeister in ihrer Nische. Die vielfach unbekannten Spitzenleistungen auf dem kompetitivsten Markt der Welt auf den roten Teppich und in das mediale Rampenlicht zu holen motivierte mich zur Vergabe des US-A-Biz-Award, des sogenannten WirtschaftsOskar in Los Angeles. Diese Idee setzte ich auch in Almaty mit dem Silk Road Biz Award um. In Tashkent mache ich mit Lisa noch einen Zwischenstopp bei unserer Award Party im Februar 2020 in Tashkent. Damals besuchte die bislang größte Austro-Wirtschaftsmission Usbekistan.

Silk Road Biz Award

Silk Road Biz Award Verleihung in Tashkent mit VP Richard Schenz

WirtschaftsOskar Verleihung mit Oscar Preisträger Michael Haneke in Los Angeles

Virtueller Exporttag 2020

AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA organisierte mit dem Exporttag 2020 am 30.06. die weltgrößte virtuelle Business Plattform, die österreichische Unternehmen mit allen Wirtschaftsdelegierten rund um den Globus vernetzte. Was für ein Erlebnis, als Wirtschaftsdelegierter die Karriere mit der Teilnahme an dieser Top-Veranstaltung meiner Organisation zu beenden.

Mit meiner Stellvertreterin Lisa Kronreif beim virtuellen Exporttag 2020

Vielleicht war’s ja nur ein Traum

Mein Berufswunsch als kleiner Bub war immer mit dem Flugzeug zum Büro anzureisen. Das tat ich dann auch: Almaty – Los Angeles – Warschau – Kiew – nochmals Warschau – Abu Dhabi – Stockholm. Ich verbinde diese Städte mit tollen Teams. Oft habe ich mir einen kurzen Blick in die Zukunft gewünscht. Ich fahre ein letztes Mal in die Steppe und genieße den Sonnenuntergang. Ich folge dem Scheinwerferkegel in Richtung Sonnenaufgang. Jetzt würde ich mir einen Traum wünschen, dass es damals nur dieser kurze Blick in meine vergangene Zukunft war und ich mich morgen bei der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA als Kadett bewerbe, d.s. die zukünftigen Wirtschaftsdelegierten.

Es war eine große Ehre und Freude als Vertreter der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA der WIRTSCHAFTSKAMMER ÖSTERREICH die rot-weiß-rote Flagge für die österreichische Wirtschaft im Ausland hochhalten zu dürfen und für Ihre Unternehmen beispielsweise als Coach, Guide, Troubleshooter und Technologie-Scout für Sie da zu sein.

Danke…

…für die gute Zusammenarbeit und dass Sie mich bei meiner Reise in die Vergangenheit begleitet haben. Damals, 2020, habe ich mir meine E-Mail Anschrift aus nostalgischen Gründen behalten, denn nur so können wir miteinander kommunizieren. Sie in Ihrem Heute und ich bei meinem Ausflug in meine Vergangenheit des Jahres 2020.

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und Gesundheit !

Ihr Rudolf Thaler
Wirtschaftsdelegierter a.D.

rudolfthaler16@gmail.com
rudolfathaler@yahoo.com
@RudolfThaler auf FB und Twitter

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